STIMMBÄND macht "Musik in Gmünder Kneipen"

Schon zum fünften Mal engagierte sich die STIMMBÄND vom Liederkranz Straßdorf am vergangenen Freitag beim Gmünder Musikspektakel, und alle Sänger freuten sich bereits im Vorfeld auf die besondere Atmosphäre der unterschiedlichen Auftrittsorte.  

Los ging es für die Straßdorfer Chorgruppierung um 22 Uhr mit ihrem Auftritt im Gasthaus "Schwanen" in der Vorderen Schmiedgasse. Deshalb fuhren die Sänger um Chorleiter Jens Ellinger, bewaffnet mit ihren grünen Westchen, Werbematerial zur Gewinnung neuer Sänger und einer Gitarre in die Gmünder Innenstadt.

Schon an der Eingangstür des urigen Gmünder Restaurants waren bekannte Dixi-Klänge der Swanny Feetwarmers zu hören. Das voll besetzte Lokal empfing die STIMMBÄND erwartungsvoll und mit großem Applaus.

Los ging es mit dem irischen Volkslied "Whisky in the jar", das die Zuhörer auf die richtige Kneipenatmosphäre einstimmte. Hubert Leist moderierte den Chorauftritt mit viel Humor und kündigte das nächste Gesangsstück "Aus der Traube in die Tonne" an. Ja, auch traditioneller Männerchorgesang gefiel.

Es folgte der Erfolgstitel von Billy Joel, "For the longest time", dessen Solopart von Dr. Andreas Väth gesungen wurde. Jochen Jäger brillierte an diesem Abend mit seiner Gitarre und zahlreichen Gesangssolis. Bei " Caravan of love" von den Housemartins stand er im Mittelpunkt. Eine Uraufführung der Stimmbänd durfte an diesem Abend nicht fehlen: Mit dem Klassiker von Status Quo "Whatever you want", an der Gitarre begleitet von Hubbe Leist, rockten die Männer aus Straßdorf den "Schwanen". Mit großem Applaus wurde eine Zugabe gefordert. Diese beschrieb mit "Mir im Süden", dem bekannten Hit der Gruppe FÜENF, die Besonderheiten der Schwaben im humorigen Vergleich mit anderen Bundesländern. 

Nach einer flüssigen Erfrischung machten sich die Sänger und ihre Fans auf den Weg zum nächsten Auftrittsort, dem "Cafe Margrit" am Johannisplatz. Das musikalische Programm musste spontan umgestellt werden, da die laute Beschallung des Johannisplatzes keine ruhigen Lieder erlaubte. So zauberte die Stimmbänd einfach den Hit der Prinzen "Küssen verboten" aus dem Hut. Diese Spontanität war beeindruckend.

Ja, der Klang eines Männerchors ist schon etwas Besonderes, und leider heutzutage selten. Damit der Straßdorfer Chor möglichst lange in der traditionellen Männerchorformation bestehen bleibt, versuchen Vereinsführung und Sänger, neue Interessierte zum Mitmachen zu begeistern. "Die Türen zu uns stehen allen Männern aus nah und fern offen, die gerne bei uns mitmachen möchten. Jeden Freitag um 20 Uhr wird in Straßdorf geprobt und anschließend die Geselligkeit gepflegt", so der stv. Vorstandsvorsitzende Hubert Leist. "In Straßdorf singen bereits heute zahlreiche Männer aus anderen Stadtteilen und Ortschaften, die viel Spass am Männerchorgesang haben." Und dieser Spass kommt beim Publikum auch an. Mit großem Applaus verabschieden die Gäste den Chor in Richtung Münsterportal, wo um Mitternacht der dritte Auftritt der STIMMBÄND folgte.

 

Eine eindrucksvolle Beleuchtung der Kirchenfassade erwartete die Sänger - da hatten sich Robert Frank sowie David Spiller und sein Team etwas Besonderes einfallen lassen. Bereits ca. 50 Passanten standen beim Empfang im großen Halbkreis und waren von dieser einmaligen Kulisse und dem außergewöhnlichen Klangerlebnis begeistert. Das Wetter spielte zum Glück optimal mit - kein Regen, dafür milde Temperaturen, die den Auftritt des Chors in den leuchtend grünen Westchen erlaubte. Schließlich waren knapp hundert Zuschauer versammelt, als die STIMMBÄND einen bunten Mix aus geistlichen Liedern und weltlicher Literatur präsentierte. Zum Abschluss wurde "Schöne Nacht, Gestirne wandeln" angestimmt, das vom Chor sehr gefühlvoll vorgetragen wurde. Zuschauer wie Sänger waren gleichermaßen von diesem Abschluss angetan. Man darf sich bereits heute auf das Adventskonzert des Liederkranzes am 14. Dezember in der Straßdorfer Kirche St. Cyriakus freuen.

Für zahlreiche Sänger war dieser Abend noch lange nicht beendet. Ein lustig musikalischer Kneipenbummel folgte und ließ die Geselligkeit im Chor nicht zu kurz kommen.

 


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Veröffentlicht
17:38:00 13.10.2014